Vorträge über die Entwicklung des Bijoux-Projektes von der Startphase bis zum aktuellen Museum. Recherchearbeiten bis zur Identifizierung.

Logenvorträge

Persönlicher Rückblick auf zwei Vortragsabende zum Bijoux-Projekt

Am 23. Mai 2025 durfte ich in unserer Loge „Phoenix zu den Drei Lichtern“ im Orient Kamen im Rahmen eines Gästeabends erstmals ausführlich über das Bijoux-Projekt berichten. Dieser Abend stellte für mich einen besonderen Meilenstein dar, da sich eine längere Phase intensiver Recherche, Sammlung und gedanklicher Vorbereitung erstmals in einer öffentlichen Form bündeln ließ. Der Kreis der Teilnehmenden setzte sich aus Brüdern Freimaurern sowie geladenen Damen und Herren zusammen und spiegelte damit jene Offenheit wider, die dem Projekt von Beginn an innewohnt.

Das durchweg große Interesse an der Thematik der Freimaurer Bijoux, ihrer Geschichte und Bedeutung, war für mich ebenso erfreulich wie überraschend. Es zeigte sich, dass Logenabzeichen weit mehr sind als reine Zeichen der Zugehörigkeit. Sie weckten Fragen, regten zum Nachdenken an und öffneten den Blick auf historische, kulturelle und menschliche Zusammenhänge. Besonders dankbar bin ich in diesem Zusammenhang für die Teilnahme und die wohlwollende Unterstützung unseres zug. NGM Andreas Guth (3 WK), die dem Abend zusätzliches Gewicht verlieh.

Im Mittelpunkt des Vortrags stand die Vorstellung der Entwicklung des Bijoux-Projektes – von seinen ersten konzeptionellen Überlegungen bis hin zum damaligen Arbeitsstand. Ziel war es, nicht nur Ergebnisse zu präsentieren, sondern auch den Weg dorthin nachvollziehbar zu machen. Anhand ausgewählter Beispiele konnte ich Einblicke in die oft komplexen und zeitintensiven Recherchewege geben, die zur Identifizierung eines Bijous führen. Diese Arbeit gleicht nicht selten einer detektivischen Spurensuche, bei der kleine Details, archivalische Fragmente und historische Kontexte ineinandergreifen müssen.

Ergänzt wurden diese Ausführungen durch behutsam ausgewählte Zitate aus Logen-Chroniken, die historische Zusammenhänge sichtbar machten und den Bijoux ihre zeitliche und geistige Verortung gaben. Die Präsentation von 36 originalen Bijoux in Schaukästen verlieh dem Vortrag einen deutlich musealen Charakter. Unterstützt wurde dies durch die Erläuterung der Projekt-Homepage auf großer Leinwand, wodurch ein lebendiger Wechsel zwischen Objekt, Quelle und digitaler Dokumentation entstand. Den würdigen Abschluss fand der Abend in geselliger Runde bei einer vom Meister vom Stuhl ermöglichten Brotzeit, die Raum für Austausch, Gespräche und vertiefende Fragen bot.

Kaum hatte das neue Jahr begonnen, setzte sich dieser Weg fort. Am 12. Januar 2026 war ich zu einem weiteren Vortrag bei der Loge „Zum leuchtenden Schwerdt“ im Orient Paderborn eingeladen. Für die herzliche, brüderliche Gastfreundschaft sowie die ausgezeichnete organisatorische Vorbereitung dieses Abends möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich danken. Auch hier zeigte sich, wie tragfähig das Thema Freimaurer Bijoux ist und wie groß das Interesse an einer fundierten, sachlichen und zugleich lebendigen Vermittlung bleibt.

Der rund zweistündige Vortrag knüpfte inhaltlich an den Kamener Gästeabend an, wurde jedoch in Struktur und Aussage bewusst weiterentwickelt. In den Monaten zwischen beiden Vorträgen hatten sich neue Erkenntnisse, zusätzliche Quellen und weiterführende Fragestellungen ergeben, die nun vorgestellt und vertieft werden konnten. Der Vortrag gewann dadurch an Tiefe und verdeutlichte zugleich, dass es sich bei dem Bijoux-Projekt um einen fortlaufenden Prozess handelt.

Auch in Paderborn bewährte sich der Wechsel zwischen originalen Exponaten, historischen Quellen und digitaler Darstellung. Diese Form der Präsentation ermöglicht es, die Bijoux nicht nur als Sammlungsobjekte, sondern als Träger von Geschichte, Symbolik und Erinnerung zu begreifen. In diesem Sinne versteht sich das Projekt zunehmend auch als ein kleines, virtuelles Museum, das Wissen bewahrt, zugänglich macht und zur weiteren Auseinandersetzung einlädt.

Beide Vortragsabende haben mir eindrücklich vor Augen geführt, wie groß das Interesse an der Geschichte und Bedeutung von Bijoux ist und wie fruchtbar der brüderliche Austausch über dieses besondere Thema sein kann. Sie haben zugleich bestätigt, dass Vorträge, Sammlung und Dokumentation einander sinnvoll ergänzen und gemeinsam dazu beitragen können, freimaurerisches Kulturgut zu bewahren. Für diese Erfahrungen, Begegnungen und Gespräche bin ich zutiefst dankbar.

 


Bijou Wilhelm zur Deutschen Treue vsDer nächste Vortragstermin steht bereits fest: Im Februar führt mich mein Weg zur Johannisloge „Wilhelm zur deutschen Treue“ im Orient Hannover. Ich freue mich auf den weiteren Austausch und die Fortsetzung der Vortragsreihe an diesem besonderen Ort.

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    Kategorie: Archiv
    Tags: Vorträge
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